Die erste Frage der Philosophie

Shownotes

Böse Philosophie – Folge 1: Die erste Frage der Philosophie – Camus, Sartre & Epikur über Sinn, Tod und die Freiheit zu leben

⚠️ Triggerwarnung: In dieser Folge sprechen wir offen über das Thema Suizid. Wenn dich das Thema aktuell sehr belastet, hör dir diese Folge bitte nicht an und wende dich stattdessen an eine Beratungsstelle.

In der ersten Folge von Böse Philosophie stellen wir uns der nach Albert Camus "ersten Frage der Philosophie": Ist das Leben es wert, gelebt zu werden? Ausgehend von Camus' Mythos des Sisyphos nähern wir uns dem Thema Suizid aus mehreren philosophischen Perspektiven – ganz ohne Tabus, aber mit dem nötigen Respekt vor einem schwierigen Thema.

Wir sprechen über:

  • Den französischen Existenzialismus von Albert Camus und Jean-Paul Sartre – und die Frage nach dem Sinn (oder Unsinn) des Lebens
  • Epikurs Haltung zur Angst vor dem Tod ("Wo der Tod ist, sind wir nicht")
  • Nietzsches Lebensbejahung und seinen Kampf gegen überkommene Werte
  • Platons Höhlengleichnis und Camus' Konzept des Absurden
  • Utilitarismus, Kommunitarismus und die Frage, ob wir anderen gegenüber verpflichtet sind, am Leben zu bleiben
  • Selbstbestimmung und Autonomie als letztes "Recht" des Menschen
  • Sartres "Existenz geht der Essenz voraus"

Wie immer gilt: Wir liefern keine fertigen Antworten, sondern denken laut und kontrovers mit euch mit.

Du hast Suizidgedanken oder befindest dich in einer Krise? Du bist nicht allein – die Telefonseelsorge ist unter 142 (Österreich) oder 0800 111 0 111 / 0800 111 0 222 (Deutschland) rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar.

Kapitel

00:00 – Intro & Triggerwarnung 00:45 – Die Grundfrage der Philosophie nach Camus 01:08 – Existenzialismus: Camus & Sartre 02:38 – Epikur: Der Tod geht uns nichts an 07:31 – Warum bringst du dich nicht um? 09:21 – Camus' Absurdität & die Matrix 12:06 – Nietzsche: Lebensbejahung und Umwertung der Werte 14:04 – Nietzsches Schaffensphasen & der Tod Gottes 18:08 – Epikur: Woher kommt die Angst vor dem Tod? 20:32 – Freitod im antiken Griechenland & Sokrates 24:07 – Das Gefühl der Entfremdung 24:17 – Platons Höhlengleichnis 32:19 – Ethik: Kants kategorischer Imperativ 37:14 – Utilitarismus: Der Nutzen des eigenen Lebens 38:20 – Kommunitarismus: Das Leiden der Anderen 40:42 – Selbstbestimmung und Autonomie 42:34 – Sartre: "Zur Freiheit verurteilt" 45:17 – Existenz vs. Essenz 47:16 – Warum überhaupt philosophieren? 50:08 – Outro

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Transkript anzeigen

00:00:05: Willkommen bei Böse Philosophie.

00:00:09: Wir nehmen kein Blatt vor dem Mund und das hörst du auch gleich bei der heutigen Podcast-Folge, wo es Achtung Triggerwarnung um das Thema Selbstmord geht!

00:00:21: Wenn das für dich ein schwieriges Thema ist dann solltest du diesen Podcast nicht anhören.

00:00:27: Genau also wenn man mit dem Thema irgendwie Probleme hat oder generell irgendwie die Last des Lebens da ist, dass man sich einfach Hilfe sucht um eben nochmal zu ziehen das das Leben lebenswert ist.

00:00:38: Oder du hörst dir trotzdem an und fragst über deine Ängste?

00:00:45: Die Grundfrage der Philosophie ist nach Albert Camus die Frage ob das Leben es wert ist gelebt zu werden oder nicht.

00:00:54: Es ist die erste Frage die beantwortet werden muss.

00:00:58: Es ist eine Frage der niemand wirklich entkommt auch wenn die wenigsten sie sich offen stellen.

00:01:03: Wir nähern uns dieser Frage heute aus mehreren philosophischen Perspektiven.

00:01:29: prädt sich eben um die generelle Existenz und den Sinn des Lebens, um die Frage ob man sich jetzt unbringen soll oder nicht.

00:01:37: Was Albert Camus auf der erster Seite seines Essays demütigste Sisyphos als die erste Frage der Philosophie bezeichnet?

00:01:48: Ich frage mich das öfter aber nicht weil ich mir jetzt denke dass das Leben hat schon sehr viel Leid bereit und es ist manchmal echt anstrengend.

00:01:58: Aber prinzipiell ist natürlich im Philosophiestudium erst einmal die erste Frage, die man sich stellen muss.

00:02:04: Wenn man von der Frage von Gott absieht... Ja okay wenn es kann Gott gibt!

00:02:10: Was ist das Sinn im Leben und warum bringen wir uns nicht um?

00:02:13: Und die Frage warum ich mich nicht umbringe ist vielleicht erstmal ein bisschen pragmatisch.

00:02:17: Ich glaube das ist schon anstrengend einerseits.

00:02:23: Einerseits ist es nicht nur schwierig das durchzuführen, sondern ich versuche eigentlich jeden Tag irgendwas besser zu machen und... Ich lebe eigentlich gern.

00:02:36: Du hast da keinen Vergleich?

00:02:38: Na hab' ich nicht!

00:02:39: Aber wenn wir jetzt zur Epikur schauen dann ist ja sozusagen der Tod etwas was uns nicht beschäftigen soll als lebende.

00:02:47: Also der eigene Tod, logisch spricht er vom eigenen Tod weil... Hat er vielleicht

00:02:51: für unsere Zuhörer auch ein bisschen genauer auf Epikuren?

00:02:54: Ja

00:02:54: natürlich, also der Epikurt Weil in der antiken Philosophie ein wichtiger Denker und er hat da ganz spannende Themen besprochen wie eben zum Beispiel den Tod.

00:03:05: Und hat ihm gesagt, dass wir als lebender eben deswegen nicht über den Tod nachdenken sollen, dass uns nichts angeht.

00:03:13: Wir leben

00:03:14: ist ja noch nicht da und wenn wir tot sind

00:03:16: dann werden wir nicht mehr wahrnehmen.

00:03:18: Genau, es ist das Ende allen Wahrnehmens.

00:03:21: Was er natürlich nicht damit reinberechnet hat war, dass uns der Tod ja ständig begleitet.

00:03:26: wenn wir jetzt also geliebtes Haustier oder die Eltern oder einen geliebten Freund oder so verlieren.

00:03:34: Ja darüber redet er dann weniger.

00:03:36: aber den eigenen Tod geht uns eigentlich nichts an und deswegen könnten wir das Leben ja auch einfach genießen.

00:03:43: Also wer ein eigener Zugang eigentlich zum Thema Suizid beziehungsweise selbstgemacht ist, es geht dir gut genug.

00:03:49: Aber was passiert wenn das Leben nicht so gut läuft?

00:03:53: Das ist eine gute Frage!

00:03:54: Es läuft glaube ich... also ich muss sagen, ich glaube, dass Leben läuft auch nicht immer gut.

00:03:59: Ich glaube, das gehört zum Leben dazu.

00:04:00: Glück ist immer nur erfolgreich wie man sagt.

00:04:04: Nur Momente und die sind halt so schön, dass sie uns dann sozusagen die Erinnerung an dieses Glück mit Freude erfüllen.

00:04:13: Und ich glaube, selbst wenn das Leben schwierig ist so sehe ich es eher als einen Prozess an.

00:04:20: Als etwas was mich eben genau zu den Menschen macht der ich jetzt bin der ist gerade hier vor euch sitzt und dass es eher ein ja vielleicht eine Rebellion auch ist sozusagen das Leben in all seinen Facetten anzunehmen und auch dem Kampf aufzunehmen mit dem Leiden zu wachsen.

00:04:39: weil sind wir uns ehrlich wenn du nie Leid erfährst dann wirst du vermutlich nie an deine Grenzen kommen und nicht über dich hinauswachsen.

00:04:48: Ich verstehe deinen Punkt, dass du sagst ja einerseits das Leben ist an sich schön genug.

00:04:55: ich finde auch so lange es gut läuft also wenn man eben zufrieden ist mit dem Alltag dann kommt man sowieso nicht auf solche Gedanken.

00:05:04: erst wenn es schwierige Zeiten gibt dann fragt man sich ob das eine Lösung ist.

00:05:09: Auch aus meiner Sicht würde ich sagen, normalerweise ist das keine gute Lösung.

00:05:15: Weil ich aus jedem Leid dass ich zumindest erfahren habe immer etwas gelernt habe.

00:05:23: Ich finde es dann sogar gut wenn ich eine schlechte Erfahrung hab weil ich über mich selbst lerne und dann kann auch meinen Alltag in Zukunft besser

00:05:35: angehen.

00:05:37: Ich bin zum Glück nie in einer Situation gewesen, die wirklich sehr dramatisch ist.

00:05:41: Also Stichwort im Krieg oder wo auch immer.

00:05:45: also so extrem war es bei mir nicht.

00:05:47: natürlich weiß ich nicht wie ich mich in so einer Situation verhalten würde aber ich glaube da bin ich auch ähnlich wie du hätte vermutlich Angst so etwas selbst zu machen.

00:05:59: Ich würde vermutlich mich nicht getrauen an mich selbst umzubringen.

00:06:03: Ja, mir geht es da sehr ähnlich.

00:06:05: Eigentlich find's eben interessant was du da eben ansprichst auch mit dem Krieg.

00:06:11: Ich glaube dass das so eine Situation ist die wenn Du dann selber gerade in dieser Situation bist.

00:06:17: also ich könnte jetzt sagen ja wenn diese Situation eintritt würde ich so und zu handeln aber ich sehe eigentlich von dieser Art der selbst Prophezeiung würde ich jetzt vielleicht nennen ab weil Ich kann gar nicht wissen, wie ich entscheiden würde.

00:06:37: Wenn ich wirklich in so einer Notsituation bin... ...aber wenn ich wirklich an die Enge getrieben bin und das wäre dann für mich eben auch damit... ...würde ich am ersten vermutlich Struggle oder halt hätte Schwierigkeiten damit,... ...dass wenn ich weiß okay es gibt jetzt gar keinen Lichtblick mehr.

00:06:55: Es sind Leute hinter mir her, die mir furchtbares antun.

00:06:58: Und es wäre jetzt besser, wenn ich selbst sozusagen entscheide, kann ich beende mein Leben jetzt hier.

00:07:04: Bevor ich jetzt sozusagen wem in die Hände falle und sie machen furchtbare Sachen gerade, wie es im Krieg vielleicht dann ist.

00:07:11: Weil den Krieg ist ja bekanntlich alles erlaubt, wie das moralisch ausschaut sei mal dahingestellt.

00:07:17: Aber dass man da eben dann irgendwie auch sich überwindet Also ich kann's mir nicht vorstellen.

00:07:24: aber ich bin auch froh, dass ich noch nicht in dieser Situation war.

00:07:30: Warum bringst du dich nicht um?

00:07:31: Das ist eine sehr gute Frage Wenn man sich die Frage stellt, warum man sich nicht umbringt und man schnell an den Punkt und zu sagen ja macht mein Leben Sinn oder habe ich einen Sinn in meinem Leben?

00:07:44: Oder eben nicht.

00:07:46: Und das ist eben diese Absurdität dass das Leben keinen allgültigen objektiven Sinn hat weil er für alle gleich ist.

00:07:56: und wenn man jetzt die Lehre vom Kategismus und von Gott Anzweifelt und eben verneint.

00:08:02: Man stellt einen Punkt kommt, dass man selbst nicht wirklich weiß was man mit sich selbst machen soll.

00:08:09: Das kann seiner Krise führen Kann aber auch nichts einer krise führen wenn man es einfach akzeptiert und sagt ja okay Ich verbringe mein Leben so wie ich das gern Verbringen will Und ihr trifft meine Entscheidungen selber oder?

00:08:33: wo man beim Existenzialismus sein und dort da viele übergehen.

00:08:39: Beim französischen Existenzalismus sind zwar Namen, die mir jetzt einfallen nennenswerterweise zu erwähnen schon Paul Satre und Albert Camus Und im Endeffekt vertreten beide die gleiche Philosophie Die Existencialismus als Humanismus bezeichnet.

00:08:58: Auch wenn das Werk von Satre so benannt worden ist bin ich aber ziemlich der Meinung dass Camus das aussieht dass der Existenzialismus als Humanismus gesehen werden sollte, war ein wichtiges Anliegen von Jean-Paul Sardre.

00:09:12: Da eben gesagt hat das der Existenzialismus und die Verneinung eines objektiven Sinns des Lebens lebensbejahend ist.

00:09:21: Aber genau das ist es glaube ich auch wenn du das Einmaler kennst diese Sinnlosigkeit oder eben dieses Gefühl was er auch beschreibt.

00:09:32: also Albert Camus in dem Fall Wenn dich das Absurde anspringt und es kann dir in jeder Ecke der Welt passieren, wo du einfach da stehst und dir denkst, warum mache ich das jetzt eigentlich?

00:09:45: Warum bin ich da?

00:09:45: aber was soll das alles.

00:09:48: Und wenn du dieses Gefühl oder wenn du diesen Gedanken nachgehst und dann erst verstehst so okay vielleicht muss ich mir selbst den Sinn geben.

00:10:00: oder was fange ich jetzt mit meinem Leben an, einfach sehr, sehr ähnlich.

00:10:06: Also mich erinnert es halt an den Film Matrix, den ich jetzt vor fünfzehn Jahren das letzte Mal geschaut habe und jetzt eben vor kurzem wieder oder eben auch also diese Entscheidung will ich jetzt die rote oder die blaue Pille an die Zuhörer, die Matrix nicht geschaut haben hier bitte Matrix schauen?

00:10:22: Bildungslücke Und will ich will ich halt sozusagen dieses in den Kaninchenbau hinunter sozusagen?

00:10:33: Manche Leute, ich glaube nicht dass viele Leute so denken oder vielleicht mehr als man selber glaubt.

00:10:40: Aber ich glaube die meisten leben einfach dann in der Matrix weiter und denken sich gar nicht.

00:10:46: was ist das?

00:10:47: Irgendwas passt nicht.

00:10:48: also es ist einfach ein Gefühl und ich finde Camille beschreibt das ja gut mit dieser Absurdität weil Gefühle sind sowieso schwierig in Worte zu fassen.

00:10:58: Aber ich glaube, auch als das Leben als Philosoph und das hat ja Platon schon gesagt mit seinem Höhengleichen ist auf das wir vielleicht dann auch noch näher eingehen wollen.

00:11:07: Ich finde es sind alles sehr ähnliche Themen die meiner Meinung nach diese Situation gut beschreiben.

00:11:15: Und gerade wenn man – und ich glaube was Philosoph?

00:11:19: Ich weiß nicht wo mein Philosoph geboren wird weil ich habe mir als Kind schon ganz oft solche Fragen gestellt und hab halt nicht gewusst dass das Philosophie ist.

00:11:28: Halt die Klappe, stell keine dummen Fragen.

00:11:31: Und ja jetzt bin ich hier und stelle wieder dumme Fragen und vor allem richte auch die dummen Frage an mich selbst und frage mich warum ist das eigentlich dumm?

00:11:38: Ja darum geht es ja genau.

00:11:39: also auch hier im Podcast fragen wir ja nur.

00:11:43: Also es heißt dann nicht dass mir die alleinige Lösung auf dieses Problem hat.

00:11:47: Inhente hin Wahrheiten!

00:11:48: Die unendliche Wahrheit euch ja nicht.

00:11:52: aber wir beschäftigen uns damit.

00:11:54: Du findest, dass Camus diese Frage eigentlich am besten beantwortet indem er sagt wir sind eben in das Leben geworfen und wir müssen uns den Sinn selbst suchen.

00:12:07: Also Camus zählt ja auch zu meinen Lieblingsphilosophen unter anderem aber eben auch Nietzsche da ich finde, dass Nietzche auch sehr ähnlich mit dem Leben umgeht oder er ist sehr, sehr lebensbejahend.

00:12:22: Das soll jetzt sozusagen nicht heißen nur weil wir hier über Selbstmord denken und philosophieren dass wir das Leben aufgeben.

00:12:31: ich glaube es geht genau darum dass wir's nicht tun sondern dass wir uns aktiv dafür entscheiden und das spricht meiner Meinung nach ja auch sehr für Nietzsche.

00:12:39: oder halt

00:12:40: gegen

00:12:42: was

00:12:43: Jeden, der entscheidest die für das Leben oder dagegen.

00:12:46: Aber in jeder Hinsicht musst du abwägen was jetzt für dich besser und scheider ist.

00:12:50: Ja, das stimmt.

00:12:51: Wobei er sagt ja auch wenn du dich gegen das Leben entscheidst dann ist es wie aufgeben.

00:12:55: Also wie eine bin zu schwach dafür.

00:12:57: Das

00:12:57: Ferreste muss man dazu sagen dass es logisch ist dass die Leute sagen bitte bringen sie um sichern nicht populär hätten.

00:13:04: Es hätte nur die nicht mehr viele Leser gehabt.

00:13:06: Sie werden früher eingesperrt und verbronnter dann weiß ich nicht was war.

00:13:11: Ja...das stimmt.

00:13:13: Aber eben, was ich jetzt eben noch zu Nietzsche sagen wollte ist, dass ich es sehr schön finde.

00:13:18: Ich habe auch nicht alles von ihm gelesen aber schon einiges und er ist für dieses aktive Leben.

00:13:27: Wir müssen unsere eigenen – und ich sehe das so wie den Sinn – die Werte, die wir immer als gegeben angenommen haben.

00:13:36: mit denen müssen wir brechen!

00:13:38: Wir müssen erst einmal alles über den Haufen werfen Bausteine, die dann sozusagen oder das was dann sozusagen in Trümmern liegt.

00:13:46: damit können wir neu schaffen.

00:13:48: Also Nietzsche verarbeitet diese Sin-Krise ja auf seine eigene Art und Weise aber geht jetzt nicht so weit wie Camus dass er die Frage von Anfang an stellt sondern Nietzche geht davon aus, dass man weiterleben möchte?

00:14:05: Das ist für mich gar nicht so leicht zu beantworten da Nietzscher ja in seinen Werken oder den Werken, die ich bisher von ihm gelesen habe Und er hat ja auch drei Schaffungsphasen.

00:14:15: Es gibt nicht den Nietzsche, sondern es gibt halt das Frühe wo er eben noch mit Wagner seine Freundschaft und mit Schopenhauer als geistigen Ziehvater.

00:14:23: da war er auch noch viel mehr in diesem Pessimismus drin weil auch Schopenhauer glaube ich ziemlich pessimistisch eingestellt war.

00:14:30: und dann kam die zweite Schaffungsphasen der eher auf dieses Umwerten der Werte jenseits von Gut- und Böse zur Genealogie der Moral kam und dann eben seine Wahnsinns, also die Wahnsins in dem Sinne von weil er ja als wahnsinnig eingestuft wurde.

00:14:49: Aber vielleicht reden wir darüber mal ein anderer das Mal.

00:14:52: Ich glaube Nietzsche hatte als Hauptthema mehr seinen Kampf gegen das Christentum mit seinem Kampfschreiben Gottes Tod was aber natürlich auch sehr zu Camus rein spielt da er ja sagt, okay was machen wir jetzt?

00:15:09: Die Religion ist tot.

00:15:10: Wir haben das, was uns immer Sinn gegeben hat über die Jahrhunderte hinweg gerade in Europa wo ja das Christentum eine Vormachtstellung hatte jahrhundertelang.

00:15:23: Ja also die Frage ist ja, woher kommt die Sinnkrise bei Camus?

00:15:27: Ist es genau das gleiche Thema wie bei Nietzsche?

00:15:32: Im Endeffekt geht's ja darum dass die ewigen Wahrheiten abgelehnt werden dass es keine objektiven Wahrheiten gibt.

00:15:38: Ich glaube das ist bei Nietzsche genau gleich, oder?

00:15:40: Ja!

00:15:41: Dass er das was Kolekiv verherrscht... eben grad kathletismus und genau dass du damit brichst und dass dann eben das verneinst und dir aktiv selbst was Individuelles suchst.

00:15:52: Ja ich weiß ja nicht ob das so dezidiert drinsteht.

00:15:56: also prinzipiell würde ich sagen ja aber es ist halt schwierig weil wie gesagt ich mein zum schluss glaube ich Nietzche zu verstehen oder glaube ich die Sachen die ich gelesen habe zu verstehen.

00:16:05: Aber ich glaube, deswegen mag ich die beiden auch gerne zusammen.

00:16:10: Also lese ich sie auch gern zusammen oder sind sie für mich einfach wichtige Philosophen?

00:16:15: Das Leben ist ja auch ein interessanter Aspekt, den Camus beschreibt in... Ich weiß es gar nicht mehr, ob es im Sisyphos irgendwo hat das geschrieben, dass wir alles Schauspieler sind.

00:16:30: Ich glaube so im Sysyphos und Ganz interessant fand ich es auch, dass das irgendwie so ist, dass wir gar nicht zu üben können.

00:16:40: Also das Leben ist einfach... Wir gehen jetzt davon aus, dass nur die sich leben haben.

00:16:43: Ich gehe mal von Regenkarnation gerade in diesem Moment nicht aus.

00:16:48: So können wir eigentlich mit all dem was wir tun jetzt erstmal nichts falsch machen weil es gibt kein Proben also das Leben schon die live Version davon.

00:16:59: Wir wissen ja nicht, was passiert wäre wenn wir uns anders entschieden hätten oder etwas anders gemacht hätten.

00:17:06: Natürlich hat man sehr gerne die Vorstellung es wäre alles viel besser gekommen.

00:17:10: aber wer sagt das?

00:17:12: Wer sagt dass weil wir eine andere Entscheidung trugen hätten das Leben besser wäre?

00:17:16: vielleicht er nicht.

00:17:16: Zumal ganz viele Entscheidungen die wir treffen also auch Sachen die einfach passieren wo man denkt hätte ich doch anders Hätte ich mich doch anders entschieden, wär's besser geworden zu wie du es gerade sagst.

00:17:28: Ich glaube ganz oft siehst Du die Konsequenz aus den Sachen nicht sofort sondern im blödes Beispiel.

00:17:36: mein Mama sagt ja auch immer gern ein Unglück scheint das noch so groß ist trägt ein Glück in seinem Schoß und Es klingt jetzt erst mal irgendwie dumm.

00:17:43: aber aufter man ist es so dass dir denkst war als ist die schlimmste Situation überhaupt eingetroffen Und dann vergeht aber eine gewisse Zeit was auch immer das bedeutet.

00:17:56: Und dann denkst du dir, mach super dass es so gewesen ist.

00:17:58: Weil ich eben jetzt einfach mehr weiß oder einfach weiß wie ich jetzt mit so einer Situation umgehe und auch daraus lerne.

00:18:08: Ja zu diesem ganzen Thema der Sinnhaftigkeit hat ja ein Antikörd Philosoph der Epigur auch etwas zu sagen und zwar stellt sich die Frage woher eigentlich genau die Angst vor dem Tod kommt?

00:18:24: Also Epikur ist ja dann der Meinung, dass die Angst vor dem Tod keinen Sinn ergibt.

00:18:31: Weil da wo der Tod ist sind wir nicht und wo wir sind, da ist der Tod nicht.

00:18:39: Was so viel heißt wie man braucht sich keine Sorgen machen wie es IST tot zu sein was das bedeutet weil man dann ja nicht mehr den sensorischen Input hat man fühlt nichts mehr.

00:18:52: Also braucht man sich auch nicht davor fürchten,

00:18:54: weil wir wissen.

00:18:56: Soweit wir wissen!

00:18:57: Es ist zumindest die Ansicht von Epikur.

00:19:02: Natürlich frage ich mich ob Epikure an einen Gott geglaubt hat.

00:19:06: es?

00:19:07: Weiß ich nicht genau aber wenn er das so ausdrückt klingt das eigentlich eher danach dass er den Tod als ein Nichts begreift was in der antiken Philosophie ja nicht unbedingt üblich ist.

00:19:22: Damals hat man ja im Großen und Ganzen geglaubt, dass es ein Leben nach den Tod gibt.

00:19:28: Und das es auch eine Wiedergeburt gibt.

00:19:32: Aber jetzt noch zur Angst vor dem Tod.

00:19:38: Wie würdet ihr das aus heutiger Sicht sehen?

00:19:41: Warum hat man Angst vor der Tod?

00:19:46: Der Tod wird immer etwas Schmerzvolles dargestellt einen Momentum oder Zustand des Abschieds, dass man von etwas Abschied nehmen muss was ein Neue liegt oder was ein Fühl bedeutet und das ist ja immer etwas tragisches und Schmerzvolles.

00:20:10: Tatsächlich ist die Gegendposition aber auch, dass der Tod eine Erlösung sein kann.

00:20:16: wenn man jetzt zum Beispiel eine schwere Krankheit hat dann ist es auch eine Lösung Befriedigend das sein und da kann es ja auch sein, was ein eheres Glück gibt als dann weiterzudeben.

00:20:33: Es ist immer schwierig zu sagen ich habe in Dort nicht gelebt

00:20:35: usw.,

00:20:36: aber im antiken Griechenland war der griechische Pessimismus wie man's ja nennt die waren ja nicht so abgeneigt von...ich nenns jetzt mal Freitod weil selbst Mord ja auf einen... Was ist

00:20:48: eigentlich der Unterschied?

00:20:49: Naja selbst Morde hat er sehr viel negativer konnotiert als der Freitor.

00:20:55: Ja, ja schon.

00:20:56: Es ist halt negativer ausgedrückt aber in Griechenland oder eben bei den alten Griechien war es so dass das glaube ich nicht so ein Thema war.

00:21:08: die haben halt gerne ihr Leben gelebt und wenn's irgendwann nicht mehr so möglich war wie sie sich vorgestellt haben was total legitim zu sagen okay beende das jetzt.

00:21:17: das heißt aber nicht dass sie nicht gern gelebt haben.

00:21:19: also

00:21:19: ich weiß nicht wie normal es war als normaler Bürger sich dafür zu entscheiden.

00:21:25: Es gibt aber natürlich den berühmten Fall von Sokrates, der sicher mehr oder weniger freiwillig für den Tod entschieden hat wobei er ja sonst ich glaube die Verbanung hätte wiegen können.

00:21:38: Genau

00:21:39: und warum haben wir letztens gelernt?

00:21:41: Das war echt interessant.

00:21:44: Zuckertes ist ja angekleugt worden wegen blasphemie und...

00:21:48: ...wie in Verführung der Jugend.

00:21:49: Ja

00:21:49: genau!

00:21:50: Es ist aber, Verführungen der Jugend war aber nicht so gemeint.

00:21:52: In

00:21:52: den Sinne von... Das habt man gar nicht...

00:21:55: Er wurde also er hat sozusagen die Einführung oder die Anführung neuer Költer

00:22:00: und

00:22:02: die...

00:22:02: Verführerung im Sinne von....

00:22:04: Idealist, glaube ich auch oder?

00:22:06: Also so im Sinne von Hinterfragen.

00:22:08: Ja herrvoll

00:22:09: in der Konvention oder?

00:22:10: In

00:22:10: der Pole ist das...

00:22:11: Ja genau!

00:22:11: Und also sozusagen wir müssen ja dran denken dass es im antiken Griechenland war sehr extrem wichtig, dass du einfach ein guter Bürger bist und da waren immer nur Männer und halt Bürger.

00:22:21: Also keine Sklaven und Frauen auch nicht wirklich.

00:22:26: Genau die haben sich an die Gesetze halten.

00:22:28: Genau

00:22:29: und das ist eben eine spannende Besserung hat das eher dann sich für den Stierlingsbecher entscheidet, weil er sagt, er ist ein guter Bürger.

00:22:38: Er ist angekleut worden an zwei Punkten und das ist in seiner Auffassung und laut dem Gesetz ja auch rechtswidrig.

00:22:47: Und deswegen ist die logische Strafe da tot und sich davor zu drücken würde ihr zuhasen dass du kein guter Burger bist?

00:22:55: Genau!

00:22:56: Das Schierlingsbächer bedeutet ja eben, dass er dadurch schiebt.

00:22:59: Also das ist eben ein Gift, was da frei liegt zu sich genommen hat.

00:23:03: Genau!

00:23:03: Der Schierling selber ist eine Pflanze, die giftige.

00:23:07: Aber das war krass.

00:23:09: Zu heiß in der Sache?

00:23:11: Nach Epikur brauchen wir keine Angst vor dem Tod haben.

00:23:15: aber gibt es dann überhaupt einen Sinn im Leben?

00:23:18: und wenn es keinen Sinn gibt warum entscheiden wir uns für das Leben?

00:23:24: Das ist eine sehr gute Frage.

00:23:27: Und wie Peter vorhin schon schön gesagt hat mit Camille, da erschließe ich mich auch an.

00:23:36: Wie Camille es ja beschreibt ist absurd, dass ich in jedem Winkel und in jeder Ecke der Welt anspringen kann.

00:23:42: Das ist eher so ein Gefühl mit dem wo du einfach stehen bleibst und dir denkst was mache ich hier eigentlich?

00:23:49: Warum gehe ich da in dieser vierzig Stunden Woche arbeiten?

00:23:54: Warum eigentlich?

00:23:55: Was ist der Sinn, was ist das für ein System?

00:23:58: und jeder, der sich mal diese Frage gestellt hat und sich gedacht hat wie wirklich dieses warum war.

00:24:06: Woher kommt das?

00:24:07: Es ist ja das Gefühl der Entfremdung oder es ist das Existenzphilosophische Problem wenn man sich einfach einmal fragt, was mache ich hier eigentlich?

00:24:17: Genau!

00:24:17: Was mache ich ihr eigentlich?

00:24:18: Warum bin ich hier?

00:24:20: Gibt es eine?

00:24:21: Gibt es einen Sinn, weil man muss ja schon sagen wir Menschen sind ja auch psychologisch gesehen einfach so gestrickt dass wir uns immer Sinn suchen wollen.

00:24:31: Also das ist definitiv.

00:24:33: also ich kann jetzt natürlich nur von mir aus gehen aber irgendwas irgendwie denkt was ich alles hat seinen Sinn und Ich fand das interessant Weil Camus Sisyphos mich sehr an den Film Matrix erinnert hat, aber eben auch ein Platons Höhlengleichnis wie wir vorhin eben schon kurz angeschnitten haben.

00:24:51: Und ich möchte jetzt näher auf Platon eingehen und sein Höhengleichnis.

00:24:57: Okay Christoph, kannst du uns vielleicht noch das Höhngleichnis von Platon ein bisschen näher erläutern?

00:25:05: Ja gerne!

00:25:05: Also bei Platon geht es ja darum also am besten nochmal Platons-Höhengleichtnis bei Google eingeben.

00:25:12: Bei Google Bilder findet man ganz sicher eine Darstellung.

00:25:16: Ja, es geht darum das büglich dargestellt wird in welcher Weise wir Erkenntnis haben oder in welter Weise wir Zugriff auf die Außenwelt mit unseren Sinnen haben.

00:25:29: Wie funktioniert das ganze Gleichnis?

00:25:32: Zuerst einmal ganz tief in der Höhle sehen wir ein paar Leute die mit den Rückern an der Wand gefestelt sind.

00:25:42: Sie sind dort gefestelt, das heißt sie können nicht aufstehen.

00:25:45: Sie können sich kaum bewegen.

00:25:47: Sie schauen nur gegen die gegenüberliegende Wand der Höhle und sehen dort Schatten vorbeifritzen.

00:25:56: Woher kommen nun diese Schatten?

00:26:00: hinter den Personen wo sie nicht hinsehen können?

00:26:03: Weil sie können sich ja nicht bewegen gehen Leute mit Tafeln herum und auf den Tafel sind irgendwelche Wesen oder Menschen darauf als Papp-Version.

00:26:18: Und die gehen vor einem Feuer hin und her, das hat eben den Effekt dass die gefesselten Leute die Schatten dieser unechten Kreaturen auf der Wand vorbei flitzen sehen.

00:26:34: Wenn man nun weiter schaut Öffnung und wenn man bei der Höhle hinaus gehen würde, dann sieht man dort zuerst einmal die Umgebung.

00:26:48: In den meisten Darstellungen sieht man auch einen Teich oder eine See in diese Richtung und ganz wichtig man sieht die Sonne.

00:26:58: Und wofür stehen nun diese ganzen Dinge?

00:27:04: Als erstes der Gefangene oder die Gefangenen sehen nur die Schatten, der Dinge.

00:27:14: Die Dinge sind nun die, die herumwandern vor dem Licht?

00:27:19: Doch auch diese Dinge sind nicht die Wirklichkeit!

00:27:24: Wenn wir nämlich in unserer Welt – in der Realität im Alltag – Dinge beobachten dann wissen wir ja auch nicht was diese wirklich sind woraus sie bestehen oder wie diese zusammengesetzt sind, wir sehen nur das Ding an sich.

00:27:38: Würden wir nun in der Außenwelt...

00:27:41: Kannst du dir auch wieder... Das die ganze Sicht können wir gar nicht sehen!

00:27:45: Ja's wird ein guter

00:27:46: Punkt

00:27:47: aber wir sind ja jetzt bebladern

00:27:50: Was vielleicht, wenn ich kurz noch einhaken darf, noch wichtig ist bei dieser Darstellung.

00:27:56: Diese Schatten die man sieht also wo die Leute dann sozusagen vor dem also sozusagen zwischen Feuer und den Menschen die da gefesselt sind gehen diese Artifakte die sie haben sind auch alles menschengemachte Nachbildungen der Anführungsstrichen Wirklichkeit der wirklichen Welt draußen.

00:28:13: Also Bäume oder sowas.

00:28:15: Die sind auch gemacht

00:28:19: Ja, die sind gemacht.

00:28:21: Also ich glaube da sind wir schon bei der Interpretation vom Höhengleichnis was ja auch ein bisschen umstritten ist aber es geht zumindest noch weiter.

00:28:30: also wenn man nun wirklich hinaus in die unterarmungszeichen echte Welt dieses Gleichnisses geht dann ist man erst einmal geblendet von diesem strahende Licht aus Platone.

00:28:42: auch erwähnt, was ich auch so übersetzen würde dass man eben diese neue Erkenntnis hat und im ersten Moment überfordert ist.

00:28:50: Aber hier ganz wichtig da man sieht zuerst die Wasseroberfläche also man sieht zuerst die Spiegelung der Realität.

00:28:59: Und auch diese Spiegelung, also für Platon sind das zum Beispiel die mathematischen Formeln und so weiter.

00:29:06: Diese kommen der Realität schon näher.

00:29:08: aber auch das sind nicht die realen Dinge.

00:29:13: Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, dann schlussendlich die Bäume

00:29:16: usw.,

00:29:17: die man sieht, das sind die reale Dinge und die Sonne steht für die Idee.

00:29:24: Die Idee des Guten glaube ich sogar so.

00:29:28: Ich weiß es nicht genau und ich glaube, dass das Sonnen- oder wo er das auflöst.

00:29:34: Dass er das nur mündlich weitergegeben hat und deswegen nicht ganz wissen für was die Sonne steht, aber an dieser Säu-Platonik her, glaub' ich sehen... Hoffentlich

00:29:43: ganz klar!

00:29:43: Aber um das abzuschließen, was ist eigentlich die Idee?

00:29:47: Redet von Universalien.

00:29:49: Das kann man sich vorstellen wie so etwas Ähnliches, wie eine Kategorie.

00:29:53: Also die Menschheit wäre die Universalie und der Mensch an sich also ein bestimmter Mensch ist dann eben Gernheit.

00:30:02: Und bei Platon gibt es ganz Wichtige von diesen Ideen zum Beispiel mit was Gute

00:30:10: Genau, und wir haben da nur Teil dran.

00:30:12: Aber weswegen ich überhaupt an das Höhengleichenes gedacht habe?

00:30:16: Also sozusagen übergreifend von der Absurdität, die einen anspringt... ...und auch mit Matrix!

00:30:23: Ich glaube, dass ist diese Art und Weise.

00:30:25: also der Sklave, der da sozusagen befreit wird,... ...der macht es ja gar nicht freiwillig.

00:30:30: Also wer den Ketten entrissen wird, der wird dazu gezwungen.

00:30:35: Und er kommt ja eben zuerst zum Feuer, dann ist er geblendet.... muss er da erst mal abwarten oder dann geht wieder einen Schritt zurück und dann geht der aber sozusagen wieder raus.

00:30:44: Und wird noch mehr geblendet.

00:30:46: Das ändert mich eben sehr, sehr an diesen großen Satz in Matrix wo der Neo sagt warum tun wir meine Augen so weh?

00:30:55: Ich glaube weder Morpheu ich sage das nicht weil du sie noch nie verwendet hast.

00:30:58: Und ich glaub dass es einfach ein super Beispiel dafür ist wie Philosophie funktioniert oder wie auch sozusagen wie das Leid des Philosophen im Leben Platz findet Mit diesem.

00:31:10: man sucht sich ja nicht aus, so zu hinterfragen.

00:31:12: Es ist plötzlich so das absurde Springteinen an!

00:31:15: Man wird von diesen Ketten unweigerlich befreit und sobald man zurückgehen will in die Höhle – weil das ist ja sozusagen das was Platon dann auch beschreibt – derjenige, der draußen war, der von mir aus auf die Sonne gesehen hat oder... von nur diese realen Dinge draußen und der kommt zurück in die Höhle und sagt, hey!

00:31:34: Diese Schatten gestaltende auf der Wand.

00:31:36: Das ist nicht die Realität.

00:31:37: Geh raus, befreie dich von deinen

00:31:39: Fesseln.".

00:31:41: Ja, der wird vermutlich nicht so gut ankommen mit dem was er eine Kunde tun möchte und wird als Irre abgestempelt.

00:31:47: oder?

00:31:48: ich meine zum Schluss sind die Philosophen auch immer so als Irrer abstempelt worden?

00:31:52: Ich glaube das war ja auch die Idee von Blatern das herauszustreichen, dass jemand der Bescheid weiß sozusagen.

00:31:58: Der verstanden hat wie die Welt wirklich funktioniert in erster Linie dafür ja nicht gerade gelobt wird sondern ihm wirklich geklaut.

00:32:06: Ja und im schlimmsten Fall werden sie ihn umbringen wollen?

00:32:10: Sagt Blau dann auch genau!

00:32:12: Aber zum Thema Umbringen können wir gleich Richtung Ethik schauen weil... Wir

00:32:19: führen uns wieder zurück zu unserem ursprünglichen Thema.

00:32:21: also die Frage war ja die Frage nach dem Selbstmord Und das kann man auch mit der ethischen Fragestellung verbinden, ob es gut ist so etwas zu tun.

00:32:35: So Ethik beschäftigt sich ja damit was man tun soll und was sollen wir nicht tun?

00:32:44: Als erstes Beispiel würde ich gleich Immanuel Kant einbringen.

00:32:51: Der hat tatsächlich etwas zu diesem Thema zu sagen und zwar hat Immanuel Kant den vielleicht manchen schon bekannten kategorischen Imperativ formuliert.

00:33:04: Die ursprüngliche KI?

00:33:06: Die urspringliche KI, wie genau heute bedeutet KI ja schon was anderes.

00:33:11: aber kategorische Imperativ der ausformuliert bedeutet handeln nur nach derjenigen Maxime von der du zugleich wollen würdest, dass sie auch zu einem allgemeinen Gesetz auch oben wird.

00:33:26: Was im Wahrheit kompliziert ausgedrückt ist wie dafür alles was du tust soll auch quasi nach einem Gesetz funktionieren also so als wäre es in irgendeinem Gesetzbuch verankert.

00:33:38: die Regel nach der du gerade handelst so solltest du handeln.

00:33:41: Wie dieses metaphorische Gesetzbuch aussieht sagt uns Kant nicht sondern er meint Verständlich, wenn wir immer an uns alle und die ganze Menschheit denken wie es jeden einzelnen geht dann würde man entsprechend so und so handeln.

00:34:00: Ich habe

00:34:00: keine Vorstellung.

00:34:02: Ja das ist eine sehr starre Vorstellung vor allem dieses Gesetz Es ist ja auch ein Gesetz für ihn der Imperativ.

00:34:10: Und auch interessant was er dann jemanden sagen würde dass sich überlegt sich selbst umzubringern.

00:34:18: Er würde sagen Du kannst ja nicht einmal daran denken, dich selbst umzubringen.

00:34:23: Denn würdest du das tun?

00:34:25: Würde das den Gesetz des kategorischen Imperativ widersprechen?

00:34:30: Ja aber was würde dann dieser Mensch darauf antworten, frage ich mich.

00:34:36: Es wird ihm wahrscheinlich ziemlich wurscht sein.

00:34:38: Wahrscheinlich!

00:34:39: Naja, ich denke mir, dass Kant ja... Also man muss ja auch sagen, dass in Kontext setzen muss wann er gelebt hat und wo er gelebte.

00:34:48: Siebzehn, vierundzwanzig bis achtzehnt,

00:34:50: hundertvier.

00:34:51: Wow!

00:34:51: Altkwande her.

00:34:52: Ja?

00:34:53: Du wolltest das in historischen Gründlings sitzen?

00:34:56: Na eben, mir ging es darum dass er so das sehr Selbstmord oder ums jetzt noch mal besser zu nennen der Freitod umsetzerbisse sozusagen nicht zu negativ konnotieren Zu wollen Dass das ja viel mit der katholischen Kirche aufzutun hat, dass es so einen schlechten Ruf hat oder dass das sozusagen ein No-Go ist Das man überhaupt nicht also das sozusagen auch sein Tabuthema isst überhaupt darüber zu reden, dass er dann logischerweise gegeben das Zeitgeist ist der damals da geherrscht hat.

00:35:26: Natürlich gesagt hat man kann ja nicht wollen, dass das allgemeines Gesetz wäre, dass man sich dann einfach umbringt und ist halt die Frage.

00:35:35: ich glaube das ist dann für Kantich man müssten wir den Fragen auspacken

00:35:42: vielleicht einen KI-Charakter für ihn erstellt, dann fragt

00:35:45: er.

00:35:45: Einen KI, der nach der KI handelt?

00:35:47: Ist

00:35:48: es ein kategorischen Informativ?

00:35:50: Ja, aber vermutlich... Ich glaube das größte was gegen den Freitod bei ihm spricht ist ja dass er sagt die Würde des Menschen ist glaub ich...

00:36:01: Tastbar sozusagen, genau!

00:36:02: Das ist ja der Spruch eher aus dem deutschen Gesetzbuch, der von ganz Ethik und Verzweckung der Menschen abgeleitet ist.

00:36:11: eigentlich sein zweiter Teil der Ethik.

00:36:14: Und man darf Menschen, eigentlich geht es im vor allem anderen Menschen, niemals verzwecken also niemals bloß für einen bestimmten Zweck missbrauchen und sondern immer zugleich als Mensch sehen.

00:36:29: Du meinst wenn man es anwendet auf sich selbst dann darf man sich wofür genau?

00:36:33: Also wie funktioniert die Verzweckung?

00:36:36: Das ist ja eben eine gute Frage.

00:36:40: Ich würde sagen, dass ich Kant dazu wenig gelesen habe als dass ich das jetzt in den Kontext setzen könnte.

00:36:46: Aber eben meiner Meinung nach ist sozusagen auch Kant ausgeklammert und ist ja sozusagen unser eigenes Leben das einzige über das wir entscheiden sollten.

00:36:56: Und ich meine natürlich, ich kenne Kant meistens nur in Verbindung zum Trolli-Problem, über das jeder Mensch schon viel zuviel gehört hat Und dementsprechend weiß es das mit dem selbst, also den Menschen als Zweck nicht zu verwenden wenn's immer um andere geht.

00:37:14: Es gibt eine weitere sehr bekannte ethische Strömung und zwar ist das der Utilitarismus, der zählt im Grunde wie gut es den Menschen geht.

00:37:26: Man sagt dass Glück der größten Zahl, also wenn es den meisten Menschen am besten geht dann ist das ethisch korrekt.

00:37:36: Natürlich hat auch diese Theorie, wie jede Anwälte Theorie ihre Schwierigkeiten.

00:37:42: Wie zählt man Glück?

00:37:44: Wie vergleicht man

00:37:45: Glück?!

00:37:46: Was ist wenn es einem Menschen ganz besonders schlecht geht und dafür zehn andere Menschen eine ganz gute Zeit haben – kann man das überhaupt vergleichen?

00:37:57: Das sind die Probleme des Utilitarismus.

00:38:00: aber Es treten auch einige berechtigte Fragen auf zu unserem Thema und zwar, was ist eigentlich deren Nutzen des eigenen Lebens?

00:38:13: Beziehungsweise gibt es eine Pflicht den anderen Menschen gegenüber am Leben zu bleiben.

00:38:20: A-Position B für diese Theorie oder These spricht das man Für andere leben soll als nutzen quasi, ist eine kommunitaristische Sichtweise.

00:38:36: Kommunitarismus kommt ja von Kommune, Gemeinschaft und da dreht sich das im Endeffekt darum dass du sagst Ja wenn ich ihn umbringen oder ich mit ihm erleben will dann löst es ja im Endefekt vielleicht unter Umständen mein Problem oder mein Thema was ich halt habe.

00:38:56: aber es folgt sehr zum Leidende der anderen.

00:38:59: Zum Beispiel der Elternfreunde Partner Menschen, die eben an nahe stehen oder am wichtig sind.

00:39:06: und das ist dann genau das wo du sagst ja Ist es nicht nützlicher?

00:39:13: Oder zum Beispiel Quantitativ-Utilitaristisch nützlicher zu sagen Wenn ich mich nicht umbringe und meine Leid noch weiter ertrag Sehen ja andere glücklich Kann man so sehen Aber dass im Endeffekt Verzögerts und Vergrößers dann theoretisch nur noch mehr das eigene leid Was man hat, wenn man jetzt den Selbstmord als einzige Option sieht dieses Leiden zu beenden und die Trauer der Eltern, Freunde, Personen, die eben nahe stehen.

00:39:49: Umgeht man ja dann nur damit aber man verstärkt den oder das eigenen Leid.

00:39:57: Dann kann man es qualitativ utilitaristisch sehen.

00:40:00: zum Beispiel dass du sagst Ja, aber die Angehörigen, denen man halt gerne hört, sind ja noch nicht in dem Leiden drin.

00:40:07: Ich aber schon, meine Leid wird ja dadurch nur noch größer wenn ich mich nicht umbringe und mich von diesem Leid erlöse.

00:40:16: Aber die anderen bleiben ja auf diesen Punkt der Gleichgültigkeit.

00:40:22: aus meiner Perspektive jetzt gesehen Das heißt, wenn man mit dem Literarismus kannst du in Badeleichtungen argumentieren das es entweder sinnvoll wäre für Selbstmord zu argumentieren oder eben nicht sinnvoll Dafür zeige ich mit dir.

00:40:38: Es kommt eben immer darauf an, welche ethische Position an gerade wichtig

00:40:42: ist.

00:40:42: Ich glaube dein Punkt war ja wenn du, wenn jetzt niemand in deiner Umgebung konkurriert darunter leiden würde dann ist vielleicht die Entscheidung leichter.

00:40:51: es wird wahrscheinlich immer Menschen geben die darunter Leiden.

00:40:54: es wird sich wahrscheinlich nicht verhindern lassen so etwas.

00:40:57: Ich stelle mir aber auch die Frage Ist das nicht ein letztes Recht was man damit abgibt weil über sich selbst zu bestimmen.

00:41:06: Wenn man das nicht mehr darf, was darf man dann sozusagen?

00:41:09: Das ist eine gute Frage.

00:41:12: Und im Endeffekt hat er diese Selbstbestimmung und die Autonomie, dass du sagst, das ist ja das einzige, worüber du quasi entscheiden kannst.

00:41:21: Und da zieh jetzt den Bogen wieder zu Kamü und Zadre, dass für deine Handlungen verantwortlich bist.

00:41:30: Wenn du sagest, du siehst ihm Leben keinen Sinn mehr und du wirst eben dein Leben beenden und dem Selbstmord beginnen... Dann kommt das ja darauf zurück, dass du eine Handlung aktiv begehst.

00:41:45: und dann zu dieser Handlung musst du hier stehen.

00:41:48: Und eventuelle Konsequenzen musst du ja abgleichen und schon von vorn hinein planen und dann sagen Ja ich bin feind damit!

00:41:59: Und eben diese Konsequenten in der Handlung ist genau das, dass ihr sagt Du bist am Leben, lebst du weiter oder lebst nicht weiter?

00:42:09: Und das ist eben genau diese erste Frage von Kami, würdest du leben oder nicht?

00:42:15: Das ist deine Entscheidung.

00:42:17: Du kannst die zwar von äußeren Einflüsse entscheiden, also beeinflussen lassen aber im Endeffekt ist es deiner Entscheidung und nur wenn du sagst du lebst für andere ist das trotzdem nicht wirklich ein guter Sinn in dem Leben.

00:42:34: Sattre sagt ja auch dass wir zur Freiheit verurteilt sind Und das finde ich ist auch ein sehr starker Satz, weil wir einerseits radikal frei sind aber eben auch mit dieser Freiheit sehr viel.

00:42:45: Du sagst Konsequenzen?

00:42:47: Wir nach uns ziehen oder mit diesen Entscheidungen die wir treffen müssen wir dann eben auch leben.

00:42:53: Das wollte ich jetzt nur noch anmerken.

00:42:55: Genau und eben wenn du jetzt sagst du entscheidest dich für das Leben musst du damit klar kommen dass das Leben nicht immer schön ist, dass es zwar gute Facetten gibt aber auch sehr schlechte Zeiten teilweise.

00:43:08: Und das sehen, du hast gehört eben dazu.

00:43:10: Der Selbstpart und der Tod im Endeffekt ist finnit!

00:43:13: Das ist unwiderbringlich.

00:43:15: was wir wissen... ...das Klemmen?

00:43:18: Wir wissen es ja nicht Ja aber sie sind im Endefekt.

00:43:21: trotzdem dein Handlarm und das zartere spricht ja davon dass du ins Leben geworfen wirst.

00:43:25: Du bist ja geworfend und du musst dann damit so recht kommen und du entscheidest dir dann entweder für Selbstmord oder fürs Leben.

00:43:36: um jetzt noch etwas anzubringern Weil es hat, dass Existenzphilosophie essentiell ist.

00:43:43: Ist vielleicht das falsche Wort dafür aber ich.

00:43:45: Und zwar, dass die Existenze der Essenz vorausgeht.

00:43:50: Komm man so sehen macht ein Materialistisch gesehen absolut Sinn, dass du zuerst sein musst um dann eine Wesen entwickeln zu können.

00:44:01: Aber mit keinem Mühe gesegen macht es wesentlich mehr Sinn die Essenz vor die Existenz zu stellen Da du ja um überhaupt eine Existenz haben zu können, ein Essenz also einen Sinn und der Wesen in dem Leben brauchst.

00:44:18: Okay ich weiß noch nicht ob man das jetzt so putten kann oder wenn es jetzt so sehen kann weil... Ich finde das mit dem Vorausgehen mit dem Gedanken auch schwierig weil vielleicht ist in dem Moment wo du sagst okay die Existenze braucht diese... Diese Wesenheit oder dieses Wesen vielleicht entsteht Dadurch, also in dem Moment wo dann sozusagen die Essenz dazukommt hast du automatisch die Existenz von der Du jetzt sozusagen sagst dass sie Camus so sieht.

00:44:51: Ja ihr

00:44:51: wollt heute Camu so deuten das.

00:44:53: er sagt ja du musst dich zuerst entscheiden fürs Leben um dann überhaupt existenz haben zu können.

00:44:59: Logisch dass du vorher existieren musst als körperliches Besen um dir jetzt darüber gegriffen zu können.

00:45:03: Aber ich finde es für dich so cooler

00:45:08: Wir waren ein bisschen auch ausgegeben im Anlass, dass der Existenzbegriff überhaupt etwas schwierig definieren ist.

00:45:16: Das

00:45:17: ist das heutige Podcastfolge-Sprengern, eine Spezialfolge dazu zu machen.

00:45:21: Es ist schwer zu greifen, wenn man das erste Mal gehört hat.

00:45:26: Existenzesenz, was genau der Unterschied ist und was das bedeutet.

00:45:29: Magst du es noch mal genauer ausführen?

00:45:31: Existere ist ja im Endeffekt heraus oder hervortreten.

00:45:37: Du bist eben aus einem Zustand des Seins in eine Existenz.

00:45:45: Das heißt, du bist ein Sein des und trotzdem auch ein Dasein.

00:45:48: aber du hast eine Existenz also bist du herausgetreten aus deinem Daseinn und bist dir deinem Darseint bewusst?

00:45:55: Ob es a dir sich sein Daseint bewusst ist keine Ahnung können wir ja fragen.

00:46:03: Aber auf jeden Fall können wir davon ausgehen dass wir noch da Definition der Existenz, Existenzen haben.

00:46:09: Weil wir uns ja darüber bewusst sind und wir darüber philosophieren können.

00:46:12: Und wir es auch definiert haben?

00:46:14: Ja weiß ich ja.

00:46:15: Menschlich ist das ganz doch das Eigenwärmbegriff.

00:46:18: Essenz ist das Wesen oder die Wesenheit von etwas... Das Messer hat da Messerheit!

00:46:25: Die Essenz von einem Messer, dass er schneidet.

00:46:27: Die Grundidee

00:46:29: Was würdest du sagen bist dann sozusagen die Wessenheit des Menschen?

00:46:34: Von einer Natur aus gesehen Fortpflanzung und Überleben.

00:46:39: Und was würdest du sagen?

00:46:42: Klar.

00:46:43: Nur, dass wir so weit sind, dass sie darüber philosophieren können und dann so frei sein oder determiniert

00:46:50: werden.

00:46:50: Weil mit...

00:46:51: Ja, mit an und

00:46:51: mit Gänke für sich.

00:46:54: Dass wir als Menschen die wir auf Philosophie betreiben so frei sind uns darüber Gedanken zu machen ob wir jetzt sein wollen oder nicht.

00:47:05: Das waren übrigens jetzt auch noch mal Gänsefüßchen für die, die es nicht gehört haben.

00:47:09: So ein Begriff wie sein und das ist alles runter.

00:47:16: Ich finde es eben auch noch mehr interessant, dass wir über Philosophie betreiben können.

00:47:22: Da könnte ich vielleicht nochmal den Bogen zu Ende spannen und noch einmal zur Epikur zurückkehren.

00:47:29: Er hat gesagt, warum sollen wir überhaupt philosophieren?

00:47:32: Warum sitzen wir da jetzt... relativ junge Menschen und betreiben Philosophie oder stellen uns Fragen, die ja ich würde sagen Herr- und Frau Österreicher sich vielleicht nicht stellen würden.

00:47:47: Also sozusagen die allgemeinen Menschheit, die werden sich erdenken für Philosophien, Fürbos Und Epiko hat da was Interessantes geschrieben.

00:47:57: Er hat gesagt so auf die Frage ob mal irgendwie zu jung oder zu alt wäre fürs Philosophieren, die braucht man sich gar nicht stellen.

00:48:04: Weil das ist so als würde man sagen, man wäre zu jung oder zu alt um sich um sein eigenes ich sage es jetzt auch mal unter Anführungsstrichen, gänse Füßchen Seelenheit zu kümmern also um sozusagen diese Seele selbst zu pflegen.

00:48:16: und ich glaube unter anderem sehe ich das Philosophien genauer als solches als ein... wird sich selbst bewusst, man wird sozusagen vielleicht auch der Umgebung bewusst.

00:48:28: Man versucht einfach mehr zu verstehen weil man sich eben auch wie Aristoteles sagt wundert.

00:48:34: Man wundert sich warum ist es so?

00:48:37: Warum bin ich hier?

00:48:39: und ja wir werden nie vermutlich ganz sicher nicht eine vollends befriedigende Antwort darauf finden.

00:48:48: aber es ist trotzdem schön sich eben in verschiedene Perspektiven reinzudenken Und ich glaube, deswegen ist Philosophie tatsächlich so was Schönes.

00:48:57: Und gerade weil die Philosophia anstrebt Wissen und Wahrheit zu definieren und da Möglichkeiten zu ergründen um zu wissen und zur Wahrheit zur Gelange... ...und es ist nicht einmal prinzipiell wichtig die ganzen Theorien der Erkenntnistheorie jetzt zu wissen oder glauben zu wissen?

00:49:18: Oder zu kennen.

00:49:19: Sondern es geht einfach darum um kritisch zu sein dass wenn die jetzt zum Beispiel irgendjemand was sagt und das ist für den absolute Wahrheit, ist es schon einmal ein erster Schritt anzuzweifeln und zu sagen naja muss ja nicht sein.

00:49:35: Und das ist schon einmal der erste Schritt in die richtige philosophische Richtung.

00:49:40: Genau und deswegen

00:49:41: gibt's keine ewigen Wahrheiten!

00:49:44: Und nachdem sich die freien Geister schon seit über zwei tausend fünfhundert Jahren irgendwie mehr oder weniger dieselben Fragen stellen Verkleidungen, würde ich sagen.

00:49:56: Es sind ja oft einfach dieselben Fragen.

00:49:59: Sieht man das es nicht an Aktualität verloren hat und deswegen kann man auch sagen dass es trotzdem schön ist und gut ist sich auch der bösen Philosophie hinzugeben?

00:50:08: Ja!

00:50:09: Das ist doch ein tolles Schusswort für diese Folge.

00:50:12: Also wenn du es bis hier her geschafft hast dann vielen lieben Dank und schön dass du uns zu gehört hast und vielleicht bis zum nächsten Mal

00:50:19: Wenn du uns unterstützen möchtest um unsere Ausrüstung zu finanzieren, uns einfach einen Kaffee zu zahlen oder uns für weitere Folgen zu motivieren.

00:50:29: Dann unterstützt uns gerne auf Steady!

00:50:31: Der Link ist in den Schaunuts.

00:50:57: Nur Armo-Nazis.

00:50:58: Guck mal, jetzt ist Armo

00:51:08: noch...

00:51:16: Hallo!

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